Reformationstage 2017

Die ERKWB der Schweiz veranstaltet im Jubiläumsjahr der Reformation zwei Vortragstage. Die Referate beleuchten, was die Kirche vor 500 Jahren bewegte und was die Gedanken, die damals bewegt wurden, für Leben und Glauben im 21. Jahrhundert bedeuten. Dieses Jahr sind je drei Vorträge jeweils einem Abschnitt aus den 95 Thesen gewidmet, die Ende Oktober 1517 veröffentlicht wurden.

Frei zu glauben

Der Glaube an Christus ist eine befreiende Sache. Ein mutiger Martin Luther war nötig, um die Christenheit von den Fesseln menschlicher Vorstellungen zu befreien. Der Reformator hielt in 95 Thesen fest, was das Christentum im Kern ausmacht. Es ist die freudige Botschaft des Evangeliums, dass Menschen mit dem heiligen Gott ins Reine kommen können.

Programm

Winterthur

28. Oktober 2017

Drei Vorträge zum ersten Teil der 95 Thesen von Martin Luther.

14 Uhr Was will Gott von den Menschen?
Thomas Reiner
Seit jeher zerbrechen sich Menschen den Kopf darüber, was ihr Schöpfer von ihnen erwartet. Je länger wir über Gottes Anforderungen nachdenken, desto unerreichbarer werden sie. Unter diesem Gedanken litt Martin Luther, der auf der Suche nach einem gnädigen Gott war. Er machte eine Entdeckung, die sein Leben und die ganze Kirche veränderte, bis heute.
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15 Uhr Das Purgatorium – ein Feuer das nicht reinigt
Kurt Vetterli
Luther kämpfte gegen die römische Irrlehre vom Fegefeuer, die den Gläubigen in Aussicht stellte, sie könnten nach dem Tod noch für ihre Sünden bezahlen. Damit nahm sie ihnen das Bewusstsein der Dringlichkeit, in diesem Leben zu fragen, wie sie mit Gott versöhnt werden könnten. Auch wo heute nicht explizit an ein Fegefeuer geglaubt wird, versäumen die Menschen ihr Heil, wenn sie gelehrt werden, es sei immer noch Zeit, sich später mit Luthers berühmter Frage „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ zu befassen.
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16 Uhr Gott kann mit mir doch ziemlich zufrieden sein!
Andy Vetterli
Fragt man den modernen Menschen, ob Gott dermaleinst mit ihm zufrieden sein wird, antwortet dieser in der Regel: „Natürlich hat jeder so seine Schwächen, aber im Grossen und Ganzen bin ich okay.“ Ist man schuldig geworden, reicht es daher völlig aus, die Dinge durch gute Taten wieder ins rechte Lot zu rücken. Doch schon Luther merkte, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Gottes Lösung ist viel besser!
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Basel

4. November 2017

Drei Vorträge zum zweiten Teil der 95 Thesen von Martin Luther.

14 Uhr Wie werden alle deine Sünden vergeben?
Kurt Vetterli
Luther bekämpfte die römisch-katholische Lehre, dass Sündenvergebung eine mehrstufige Sache sei, und dass nicht allein Christus, sondern auch Menschen, die von der Kirche heiliggesprochen wurden, zur Vergebung beitragen. Dem entgegen lehrt die Bibel, dass Menschen, die dieser Lehre folgen, nicht das Heil erlangen werden, das Christus ein für alle Mal durch seinen Tod erworben hat.
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15 Uhr Was hat die Kirche dir zu bieten?
Thomas Reiner
Heutzutage wird ein Gottesdienst besucht, um danach mit neuer Freude in den Alltag zu gehen. Im Mittelalter wünschte man sich, über Gottes Herrlichkeit zu staunen. Deshalb richtete man gewaltige Gotteshäuser auf und schmückte sie pompös. Luther erkannte, dass menschliche Erwartungen zu Irrlehren führten. Der wahre Schatz der Kirche – und genauso die Freude der Christen – kann nur das Evangelium sein.
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16 Uhr Wo findet deine Seele Ruhe?
Jerry Lay
Immer reicher, immer schöner, immer mehr – die Welt gibt uns scheinbar einfache Antworten darauf, was wir brauchen, um uns sicher zu fühlen, um „Seelenfrieden“ zu erlangen. Doch schon Martin Luther durchschaute dieses Spiel und erkannte, dass mit diesem Streben nach einem selbsterfüllten Leben die Menschen bloss auf einen endlosen Irrweg geführt werden.

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